Memories of Murder (2003) // Rezension

Memories of Murder ein Thriller aus Korea der es in die Liste der asiatischen Filme geschafft hat welche man sich mal anschauen sollte. Aus diesem Grunde stand er auch lange auf meiner Liste, hab ihn jedoch immer wieder aufgeschoben weil ich doch etwas härtere Kost erwartete. Das die viele positive Resonanz, welche allerdings nicht ganz so groß ist wie bei The Chaser oder anderen koreanischen Filme, berechtigt ist kann man sich denken. The Host welcher vom gleichen Regisseur Joon-ho Bong, war ja auch außerhalb Koreas ein durchwachsener Kinoerfolg.

Für mich ist Memories of Murder oder im Original Salinui chuoek ein Film über die Frage nach Gerechtigkeit und wie weit man gehen darf um etwas zu erfahren. Der Film geht zwar grundsätzlich über einen Serienkiller, jedoch die Protagonisten sind wie in den meisten dieser Filme die Leute die auf der Jagd nach diesem sind. Das sind hier der Dorfpolizist Park Doo-Man und sein aggressiver Partner Cho Yong-Koo, uns der Detektiv Seo Tae-Yoon aus Seoul. Während am Anfang die Arbeitsweise und Einstellung nicht unterschiedlicher sein können, da Park Doo-Man jede noch so radikale Methode versucht um eventuell sogar falsche Geständnisse zu bekommen, so versucht Seo Tae-Yoon den harten Fakten zu vertrauen. Während der Ermittlungsarbeiten wandelt sich jedoch die Einstellung der beiden, da die beiden auf harte Proben gestellt werden.

Typisch für koreanische Filme scheut sich Joon-ho Bong nicht so ziemlich alles zu zeigen was auch die Charaktere sehen. Das führt dazu dass der Film einen teilweise abstößt was er aber auch tuen will und sollte. Technisch gesehen ist der Film makellos, die Bilder sind toll und die Stimmung wird über die gesamte, nicht kurze, Spieldauer gehalten. Die Schauspieler sind, auch wie erwartet, grandios, vor allem der nicht ganz Unbekannte Kang-ho Song (The Host, Thirst, Sympathy for Mr. Vengeance)  schafft es noch einen anderen Charakter zu kreieren der sehr vielschichtig ist. Nicht umsonst vertrauen Top Regisseure wie Joon-ho Bong und Chan-Wook Park ihm. Aber Kim Sang-Kyiung steht dem etwas bekannteren Kollegen in nichts nach, so zeigt dieser in einigen Szenen herzzerreißend wie zwiegespalten er ist.

Besonders eindrucksvoll ist es, dass der Film an den “echten” Orten gedreht wurde und dass der Film auf wahren Begebenheiten beruht. Deshalb kann man den Film auch als Nachricht an den Serienmörder sehen, welcher da er nie gefunden wurde, wahrscheinlich den Film ansehen würde. Der Film zeigt eindrucksvoll das solche schlimmen Geschehnisse nie aus den Köpfen der Beteiligten verschwinden werden und sie ein ganzes Leben lang begleiten wird. Ähnlich wie auch der Film, denn einige Szenen, so wie auch die Endszene werden einem wohl länger im Gedächtnis bleiben.

8/10

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